MutMacher

Rückenwind für Kids und Eltern

Unser Projekt MutMacher sprengt Barrieren!

Ein Junge liegt im Krankenhaus. Schon ein paar Monate lang, sein ganzes junges Leben immer wieder. Er ist chronisch krank, es geht mal bergauf, mal bergab mit seinem Körper und dementsprechend auch mit seiner Kinderseele. Dieser schwere Weg belastet nicht nur ihn, sondern auch seine Lieben. Sie sind müde vom Kämpfen, müde vom Krankenhaus. Was sie dringend benötigen: eine Auszeit. Irgendwo, wo es schön ist. Am Strand oder in den Bergen, an einem kleinen See oder unter wunderschönen alten Bäumen im Wald.

Genau hier setzt unser Projekt MutMacher an. Wir bringen Kids und ihre Lieben für ein paar Stunden, für einen Tag oder ein Wochenende an Orte, an denen nicht die Krankheit im Fokus steht, sondern die Kinder und ihre Lieben selbst. Hier können sie offen sein, sie können Mensch sein, Mut und Kraft schöpfen für den Alltag in der Klinik oder zuhause.

Mithilfe dieser Orte und Erlebnisse öffnen sich zum einen die Kinder vollkommen anders als in ihrem gewohnten Umfeld. Sie schütten Glückshormone aus, überwinden vermeintliche Grenzen. Ihr Selbstwertgefühlt steigt, sie kommen aus ihrem Schneckenhaus heraus, schöpfen neuen Lebensmut und reden offen über ihre Gefühle und Bedürfnisse.

Zum anderen werden auch die Eltern einzeln zu Ausflügen mitgenommen. Dort können sie, wenn sie möchten, reden, weinen, Gedanken aussprechen, die sie sonst nicht einmal zulassen würden. Es wird nicht gewertet und beurteilt, sondern nur gestützt.

Mut und Kraft schöpfen

So bringt das Lächelwerk auch die Eltern in eine stärkere Position. Gemeinsam mit ihren Kindern können sie den Mut und die Kraft schöpfen, in eine neue Richtung zu blicken und den schweren Weg, den sie noch gehen müssen und viele von ihnen schon lange gehen, mit einer anderen Sichtweise und mehr Verständnis gemeinsam zu gehen.

Für dieses Projekt sind wir mit dem NRW-Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden, mit dem ersten Platz in der Kategorie „Jugend“. Der Initiator des Preises, der Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V., möchte diejenigen unterstützen und ehren, die sich ehrenamtlich für ein besseres Miteinander einsetzen.

In diesem Rahmen hat das Projekt „MutMacher“ gleich zweimal überzeugt. Im offenen Online-Voting sowie in der Abstimmung der Jury.

MutMacher 2.0

Unser Projekt „MutMacher“ ist für die Familien und auch für uns etwas ganz Besonderes. Noch dazu ist er innovativer und wichtiger als je zuvor. Denn wir haben uns nicht auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern haben durch unsere Projekterfahrungen und neue Innovationen den „MutMacher“ zum „MutMacher 2.0“ weiterentwickelt.

Statt einer Wartezeit auf eine psycho-therapeutische Behandlung von etwa 1,5 Jahren, wie es im „normalen System“ der Fall ist, leisten wir Sofort-Hilfe und bekämpfen die akute Krise wesentlich schneller und effektiver. Durch den Aufbau einer eigenen Praxis im Bereich der systemischen Trauma-Fachberatung und -therapie haben die Eltern die Möglichkeit, im Austausch mit der Therapeutin über die Auswirkungen der Erkrankung des Kindes und deren Folgeerscheinungen sich beraten zu lassen. Somit können wir die Familien zeitnah auffangen und begleiten. Wir unterstützen sie auf ihrem Weg.

Flexibilität in der Krise

Ein weiterer Aspekt ist die traumasensible Spieltherapie für die Kinder, bei der sie die Möglichkeit bekommen, ihre oft belastenden Erlebnisse im Spiel auszudrücken, da sie nicht in der Lage sind, ihre Gefühle verbal zu formulieren. In den Therapiesitzungen können sie die traumatische Situation aufarbeiten. Sie entwickeln Bewältigungsstrategien und lernen, anders mit dem Erlebten umzugehen.

Ganz besonders wichtig ist unsere Flexibilität, denn die Therapeutin nimmt Termine auch bei den Familien wahr, so dass ein schnellstmögliches Handeln in Krisensituationen möglich ist.

Durch die Erweiterung unseres Konzeptes passen wir uns dem Wandel der Zeit an und unterstützen durch mehr Solidarität und noch viel mehr Herzlichkeit.

Einige MutMacher-Geschichten:

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